Glossar

Alpha-Linolensäure (ALA)

(engl. alpha-linolenic acid) abgekürzt ALA
Omega-3-Fettsäure, die in Pflanzenölen wie Lein-, Raps-, Walnuss-, Perilla- und Sojaöl vorkommt. Aus ihr kann der Körper die biologisch aktivere Omega-3-Fettsäure EPA (Eicosapentaensäure) bilden, was jedoch nach gegenwärtigen Kenntnisstand nur ineffektiv erfolgt (max. 5 % werden umgewandelt)

Alpha-Linolensäurereiche Pfanzenöle

Reich an alpha-Linolensäure sind Perillaöl (60%), Leinöl (50-60%), Rapsöl (6-14%), Walnussöl (ca. 13%), und Sojaöl (8-10%).

Antioxidantien

Verhindern Reaktionen mit Sauerstoff (Oxidationen). Besonders wichtig bei mehrfach ungesättigten Fettsäuren – und damit auch Omega-3-Fettsäuren – da diese schnell mit Sauerstoff reagieren und dann ranzig werden. Ein wichtiges Antioxidans ist Vitamin E.

Blutgerinnung

Die Fähigkeit der Blutplättchen zusammenzuklumpen, um ein verletztes Blutgefäß rasch zu verschließen. Omega-3-Fettsäuren bewirken eine mäßige, aber durchaus erwünschte Verzögerung der Blutgerinnung.

Delta-6-Desaturase

Enzym, das sowohl für den Umbau von alpha-Linolensäure (ALA) in die biologisch aktivere Omega-3-Fettsäure EPA (Eicosapentaensäure) als auch für den Umbau von Omega-6-Fettsäuren (z. B. Linolsäure) verantwortlich ist. Werden mit der Nahrung mehr Omega-6- als Omega-3-Fettsäuren aufgenommen (was normalerweise der Fall ist), kann nur wenig ALA wirklich genutzt werden.

Docosahexaensäure (DHA)

(engl. docosahexaenoic acid) abgekürzt DHA
Eine der biologisch aktivsten Omega-3-Fettsäuren. DHA ist ein wichtiger funktioneller Membranbaustein, übernimmt wichtige Funktionen im Gehirn, ist an der Sehfunktion beteiligt und schützt Herz und Kreislauf.

Eicosanoide

Sammelbegriff für Gewebshormone wie Prostaglandine, Thromboxane und Leukotriene, die aus ungesättigten Fettsäuren gebildet werden und u. a. gefäßerweiternd, gerinnungshemmend und entzündungsmindernd wirken. Unser Körper kann z. B. aus der langkettigen Omega-3-Fettsäure Eicosapentaensäure (EPA) Prostaglandin I3, Thromboxan A3 und Leukotrien B5 bilden.

Eicosapentaensäure (EPA)

(engl. eicosapentaenoic acid) abgekürzt EPA
Eine der biologisch aktivsten Omega-3-Fettsäuren. EPA ist direkte Vorstufe von hormonähnlichen Stoffen wie z. B. Eicosanoiden und greift in deren Stoffwechsel so ein, dass Entzündungen gehemmt werden, das Blut fließfähig und der Herzrhythmus gesund bleiben.

Fettreiche Kaltwasserfische

Zu diesen zählen Hering, Makrele, Lachs, Sardine und Thunfisch. Alle sind reich an den Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA.

Fettsäure

(engl. fatty acid) Hauptbestandteil von Fetten. Man unterscheidet aufgrund ihrer chemischen Struktur: gesättigte Fettsäuren, einfach ungesättigte und mehrfach ungesättigte Fettsäuren.

Fischöl

Aus Fisch gewonnenes Öl, dass zu 30 bis 35 Prozent aus Omega-3-Fettsäuren (EPA/DHA) besteht.

Fischölkapseln

Gelatinekapseln gefüllt mit Öl, das aus Fisch gewonnen wird. Bei den meisten Präparaten besteht das Fischöl zu 30 bis 35 Prozent aus Omega-3-Fettsäuren. Es gibt aber auch Hochkonzentrate, bei denen das Fischöl zu 80 Prozent aus langkettigen Omega-3-Fettsäuren besteht. Die Gelatine sorgt für Schutz vor Luftsauerstoff und verhindert so das Ranzigwerden der Fettsäuren. Fischölkapseln mit Vitamin E-Zusatz sollten bevorzugt werden, weil sich mit einer erhöhten Aufnahme an Omega-3-Fettsäuren auch der Bedarf an diesem Vitamin erhöht.

Gesättigte Fettsäuren

Ihre chemische Struktur weist keine Doppelbindung auf. Fette, die reich an gesättigten Fettsäuren sind, haben bei Zimmertemperatur eine eher feste Konsistenz (z. B. Butter, Schmalz, Kokosfett, (teil-)gehärtete Pflanzenfette in Magarine und Fertigprodukten).

Herzinfarkt

Schwere Schädigung eines Bezirks im Herzmuskel durch Sauerstoffmangel. Dieser wird meist durch den Verschluss eines Blutgefäßes verursacht. Zum Verschluss kann es durch Ablagerungen in der Gefäßwand oder durch einen Blutpfropfen kommen. Wenn so etwas im Gehirn passiert, spricht man von einem Schlaganfall.

Herzrhythmusstörungen

auch Arrythmien: Unregelmäßiges Schlagen des Herzens. Es kann eine harmlose Funktionsstörung sein, häufiger jedoch ist es ein Anzeichen für eine ernsthafte Erkrankung. Zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen belegen, dass sich Herzrhythmusstörungen durch Omega-3-Fettsäuren positiv beeinflussen lassen und das Risiko des plötzlichen Herztodes signifikant gesenkt werden kann.

Linolsäure

(engl. linoleic acid) abgekürzt LA
Zweifach ungesättigte Fettsäure, die zur Gruppe der lebenswichtigen Omega-6-Fettsäuren zählt. Linolsäurereich sind Sonnenblumen-, Mais- und Weizenkeim-, Soja- und Distelöl.

Mehrfach ungesättigte Fettsäuren

Ihre chemische Kettenstruktur weist mehrere Doppelbindungen auf. Fette, die reichlich mehrfach ungesättigte Fettsäuren enthalten, sind flüssig (Pflanzenöle und Fischöl).

Omega-3-Fettsäuren

Auch n-3-Fettsäuren oder Ω-3-Fettsäuren (engl. omega-3 fatty acids oder n-3-fatty acids)
Eine spezielle Gruppe von mehrfach ungesättigten Fettsäuren, die für den Menschen lebensnotwendig sind. Zu den Omega-3-Fettsäuren zählen Eicosapentaensäure (EPA), Docosahexaensäure (DHA) und alpha-Linolensäure (ALA). EPA und DHA kommen reichlich in Fischöl vor, ALA-reich sind Perilla-, Lein-, Raps-, Walnuss- und Sojaöl.

Omega-6-Fettsäuren

Auch n-6-Fettsäuren (engl. n-6-fatty acids). Eine spezielle Gruppe von mehrfach ungesättigten Fettsäuren, die für den Menschen lebensnotwendig ist. Zu ihnen gehört z. B. die Linolsäure, die reichlich in Sonnenblumenöl, Maiskeimöl, Soja- und Distelöl enthalten ist. Auch die Arachidonsäure ist eine Omega-6-Fettsäure, die in Fleisch, Wurst, Eiern, Milch und Milchprodukten enthalten ist. Wie EPA dient sie unserem Körper als Vorstufe für die Bildung von Eicosanoiden.

Perillaöl

Perilla frutescens ist eine in Ost- und Südostasien beheimatete Pflanze, die zur Familie der Lippenblütengewächse gehört. Aus dem Samen der Perilla wird ein Öl gewonnen, das sehr reich an der Omega-3-Fettsäure alpha-Linolensäure (ALA) ist: Es enthält 60 Prozent ALA. Perillaöl ist in Kapselform oder als Öl erhältlich.

Ungesättigte Fettsäuren

Ihre chemische Kettenstruktur weist mindestens eine Doppelbindung auf.

Zellmembran

Hülle, die alle Zellen im menschlichen und tierischen Körper umgibt. Sie besteht vornehmlich aus Fetten und Eiweiß, ist elastisch und durchlässig für Stoffe, die die Zelle aufnehmen und abgeben muss.