Unverzichtbar für Kinder und Jugendliche

Lebensmittel und die darin enthaltenen Nährstoffe sind Entwicklungshelfer für ein gesundes Wachstum in jungen Jahren. Vor allem die Phase der rasch ablaufenden Vorgänge von körperlicher und geistiger Entwicklung stellt besondere Anforderungen an die Ernährung von Kindern und Jugendlichen.

Am Anfang erfüllen Muttermilch oder Muttermilchersatznahrung und Babykost alle Ernährungsbedürfnisse. Was während der Schwangerschaft und Stillzeit ernährungsmäßig für einen gesunden Start ins Leben vorbereitet wurde, muss im weiteren Lebenslauf fortgesetzt werden.

Im Kleinkind- und Schulalter vergrößert sich die Lebensmittelauswahl. Die Ansprüche an den Energie- und Nährstoffgehalt der Nahrung steigen. Erleben Kinder in ihren ersten Lebensjahren ein vielfältiges Angebot nährstoffreicher Lebensmittel und einen breiten Fächer an Geschmackseindrücken, prägt sie das meist ein Leben lang. Zu den Nährstoffen, die für eine gesunde Entwicklung von Kindern von besonderer Bedeutung sind, zählen auch bestimmte Omega-3-Fettsäuren.

Bestimmte Omega-3-Fettsäuren fördern Gehirnleistung und Sehkraft

Die langkettige Omega-3-Fettsäure DHA (Docosahexaensäure) ist ein wichtiger Bestandteil des menschlichen Gehirns und der Netzhaut der Augen. Schon während der Schwangerschaft beginnt der Einbau der Fettsäure in diese Organe, was sich in den ersten Jahren der Entwicklung des Kindes fortsetzt. Ist also die Zufuhr in dieser ersten Zeit ausreichend, dann sind auch Gehirn und Augen gut versorgt und können sich optimal entwickeln.

Wie Studien belegen, verbessert eine gute Versorgung mit DHA bei Kindern die Voraussetzungen für die Intelligenzentwicklung, den Umgang mit Sprache, ihre Feinmotorik, das soziale Verhalten und die Sehschärfe. Darüber hinaus haben EPA (Eicosapentaensäure) und DHA positive Effekte auf das Immunsystem, und das Risiko, eine Allergie zu entwickeln, sinkt. Ferner gibt es Hinweise darauf, dass DHA bei einigen Kindern mit Aufmerksamkeitsdefizit-/ Hyperaktivitätsstörungen (ADHS) – auch als Zappelphilipp-Syndrom bekannt – vorhandene Symptome bessern kann.

Empfehlungen für eine gute Versorgung

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Studien zeigen, dass Kinder im Alter zwischen 4 und 10 Jahren in Deutschland zu wenig langkettige Omega-3-Fettsäuren zu sich nehmen. In Abstimmung mit Fachgesellschaften empfiehlt auch der Arbeitskreis Omega-3 e.V. eine tägliche Aufnahme von mindestens 300 Milligramm EPA/DHA, wie sie auch für gesunde Erwachsene gilt. Diese Menge ist in zwei Fischmahlzeiten pro Woche enthalten, wobei eine aus Omega-3-reichem Meeresfisch bestehen sollte. Mögen Kinder keinen Fisch, vertragen ihn nicht oder essen zu wenig davon, können mit EPA/DHA angereicherte Lebensmittel sowie hochwertige Fischölkapseln eine Alternative sein, um die empfohlene Zufuhr an EPA und DHA pro Tag zu erreichen.